Infos für Interessenten:

Der T26E3 Eagle 7 ist ein sehr interessanter und eher spezieller Premium. Die Bezeichnung T26 weißt uns darauf hin, dass es sich um einen Vorgänger des M26 Pershing handelt und prinzipiell ist der Eagle 7 auch ein Stockpershing auf Tier 7.

Im Detail bedeut das in erster Linie erstmal Panzerung.

Die Wanne ist frontal effektiv 120-140mm und winkelt man diese an erreicht sie 150-170mm, was ihn als Toptier für Kleinkram aller Art schnell zum Problem werden lässt. Der Turm ist typisch amerikanisch unglaublich hart und nur in den schmalen Bereichen außerhalb der Kanonenblende sowie an der kleinen Kuppel zu durchschlagen. Dank der typisch amerikanischen Gundepression von -10° fällt es dem Eagle auch unfassbar leicht diesen harten Turm im Gelände einzusetzen.

Neben der Panzerung liegen auch seine 1200 HP näher an den 1250 eines T29, als an den 1100 eines T20, wodurch er für einen Medium insgesamt überraschend viel einstecken kann. Beim Geschütz bekommt der Eagle 7 wie sein Kollege aus dem Forschungsbaum eine 90mm mit 240 Alpha, hat aber neben mehr Standarddurchschlag (172mm vs 160mm) auch noch das bessere Handling und mehr DPM, während seine Genauigkeit typisch amerikanisch mit 0.38 nicht gut aber auch nicht schlecht ist. Lediglich bei der Premiummunition muss er Abstriche machen und bekommt statt der guten 243mm APCR des T20 nur 207mm AP.

Die Sichtweite ist mit 380m sehr solide, allerdings für Pershingverhältnisse etwas mager. Der T20 liegt hier mit 390m vorn und der M26 bekommt gleich mal 400m. Dennoch reicht die Sichtweite gerade in Verbindung mit Optiken und einer guten Crew aus, dass er souverän für sich selbst spotten kann.

Jetzt klingt das alles erstmal recht gut und man fragt sich, wie WG diesen 8er Medium auf Tier 7 ordentlich balancen möchte.

Die Antwort ist denkbar einfach: Mobilität.

Der Eagle 7 zählt wahrhaftig nicht zur fixen Sorte. Er fährt zwar dem Superpershing davon, muss sich in der Beschleunigung aber selbst dem T26E5 geschlagen geben, welcher ein Heavy ist. Lediglich bei der Endgeschwindigkeit und vor allem bei der Drehgeschwindigkeit merkt man ihm dann an, dass er doch ein Medium ist, wobei er seine volle Geschwindigkeit nur mit sehr viel Anlauf und einem leichten Gefälle erreicht.

Fazit / TL;DR:

Grob zusammengefasst ist der Eagle 7 eher ein Miniheavy als ein Medium. Vom Spielstil her ist er ein etwas fixerer T29 mit der 90mm Kanone. Nun stellt sich die Frage: Warum sollte ich den Eagle 7 fahren, wenn ich auch gleich den T29 mit noch härterem Turm und 105mm Kanone fahren kann?

Die Antwort ist gar nicht so offensichtlich, aber eigentlich völlig logisch:

Der Matchmaker betrachtet den Eagle 7 als Medium und der Gegner bekommt für diesen Medium dann eben einen vollkommen „gleichwertigen“ Comet, T-43, Chi-Ri usw. ins Team geworfen. Auf offenen Maps kann das sogar ein Nachteil sein, aber für gewöhnlich ist ein Heavy mehr im Team – auch wenn es ein „leichter Heavy“ ist – so gut wie immer ein Vorteil, der aber auch genutzt werden muss.

Damit ist der Eagle 7 eher für Heavyfahrer interessant, welche ein paar Handicaps beim Alpha und Durchschlag dafür in Kauf nehmen, dass der Gegner einen Medium bekommt und vor allem kann der Heavyliebhaber mit diesem „Medium“ eben auch Mediummissionen machen, ohne seine Komfortzone verlassen zu müssen.

Wer auf der Suche nach einem echten Medium ist macht aber besser einen großen Bogen um den Eagle 7, weil er diese Rolle aufgrund mangelnder Mobilität einfach mal so gut wie gar nicht erfüllen kann.