Infos für Interessenten:

Beim M41D handelt es sich um einen chinesischen Lighttank und wie der Name schon vermuten lässt um eine weitere Variante vom amerikanischen M41 Walker Bulldog.
Während wir uns wie gewohnt die Vor- und Nachteile ansehen, gehen wir auch in den direkten Vergleich mit seiner Konkurrenz.

Das Chassis eines M41 bringt als Vorteil vordergründig erstmal Mobilität, Gundepression und Sichtweite, wobei die chinesische Variante mit 390m bei der Sicht 10m weniger hat als die anderen Varianten, was aber immer noch solide ist. Bei der Mobilität sind die Abstriche gegenüber der amerikanischen Version ebenfalls relativ gering und der M41D kommt fast genau so flott in Schwung wie das Original. Dabei ist die Drehgeschwindigkeit allerdings deutlich langsamer und ordnet sich auf dem Niveau des M41-90 ein.

Der dritte entscheidende Vorteil in Form der Gundepression ordnet sich mit 9° genau zwischen den 8° des M41-90 und den 10° des M41 Walker Bulldog ein. Bei der Kanone orientiert sich der M41D mit seiner 76mm eher am amerikanschen Modell, wertet diese aber in den entscheidenden Bereichen etwas auf.
So ist die Grundgenauigkeit und die Zielzeit deutlich besser, die Softstats dafür minimal schlechter. Unter dem Strich handhabt sich die Kanone deutlich angenehmer und hat als Standardmunition ebenfalls sehr flotte APCR.

Der Durchschlag ist für Lighttankverhältnisse mit 192mm sehr angenehm und liegt sogar noch über dem bisherigen Spitzenwert von 189mm vom WZ-132. Als wohl größten Vorteil ist die Premiummunition zu nennen. Anstatt der eher mageren 210mm HEAT von seinem amerikanischen Bruder, bekommt der M41D APCR mit 221mm Durchschlag und satten 1433m/s Geschossgeschwindigkeit. Bei der DPM lässt der neue M41D dann sogar den M41-90 hinter sich und setzt sich damit an die Spitze der 8er Lights.

An der Stelle wechseln wir direkt mit der Kanone mal fließend zu den Nachteilen.

Mit der kleinen 76mm hat der M41D natürlich nur 170 Alpha und ordnet sich mit diesem Wert gemeinsam mit dem M41 Walker Bulldog und der BC 12t ganz unten nur knapp über den 150 Alpha des T92 ein. Das ist besonders auf kleinen Stadtmaps, wo das Zeitfenster oftmals nur für einen Schuss reicht ein nicht zu unterschätzendes Ärgernis.

Die größte Schwierigkeit ist wie bei allen M41-Varianten das hohe Profil in Verbindung mit der komplett fehlenden Panzerung. Wird der M41D beschossen, dann wird er auch getroffen und wird er getroffen, dann wird er auch durchschlagen.

Frechheiten wie ein LT-432 oder ein Even 90 kann sich der M41D eher nicht erlauben.

Fazit / TL;DR:

Der M41D sitzt ein wenig zwischen den Stühlen. Das große Profil in Verbindung mit der fehlenden Panzerung sorgt dafür, dass die Überlebensfähigkeiten wirklich sehr stark eingeschränkt sind, was eigentlich einen eher passiven Spielstil erfordert. Die DPM der Kanone – voll ausgebaut kommt der Reload auf grob 3.7 Sekunden – lockt allerdings dazu den Kampf zu suchen und ordentlich Schaden zu machen.

Als Light ist er der Inbegriff einer Glaskanone.

Damit passt das Chassis nicht so wirklich zur Kanone und der M41D ist absolut nichts für Anfänger. Wer eine gute Übersicht hat, seine HP konservieren kann, die richtigen Gelegenheiten erkennt und vor allem auch mal in der Lage ist die Füße still zu halten und wenn es die Situation erfordert auch mal zu snipen, der kann mit dem M41D durchaus Spaß haben. Wer seinen Light aber lieber als aggressiven Aktivspotter bewegt wird mit der großen Silhouette nicht glücklich und greift lieber zum Even oder LT-432.

Unter dem Strich bringt der M41D also einen speziellen Spielstil und damit etwas Abwechslung in die Garage des erfahrenen Lightspielers, während er als einziger Premiumlight und/oder für unerfahre Spieler eher nicht zu empfehlen ist.